Nachdem die Erfindung der Dampfmaschine die Möglichkeiten der Steinkohlegewinnung aus größeren Tiefen möglich gemacht hatte, wanderte der Steinkohlebergbau aus dem Ruhrtal kommend in Richtung Norden. Nunmehr waren die Gruben nicht mehr auf den Wasserweg über die Ruhr angewiesen, die Eisenbahn als neues Verkehrsmittel brachte Mitte des 19. Jahrhunderts ganz neue Transportkapazitäten. Im Jahr 1840 gab es bereits 12 Bergwerke mit ca. 580 Bergleuten. Als die Rheinische Eisenbahn- Gesellschaft am 15. Dezember 1867 die Eisenbahnstrecke vom Bahnhof Ückendorf- Wattenscheid zum Rhein eröffnete, hatte Wattenscheid gerade einmal 3000 Einwohner. Die Entwicklung der großen Zechenanlagen war nun nicht mehr aufzuhalten. Der Bedarf an Arbeitskräften führte zu einer massiven Zuwanderung. Als Wattenscheid am 1. April 1926 schließlich kreisfreie Stadt wurde, zählte man 62.780 Einwohner; es sollten Anfang der 60er Jahre über 80.000 werden.
Folgende Bergwerke hat es in Wattenscheid gegeben: