Die Riesen und das Riesenei


or alter Zeit lebten auf dem Mechtenberg bei Wattenscheid auf dem Horkenstein an der Ruhr und auf dem Tippelsberg bei Eickel mächtige Riesen. Wenn sie schnarchten, bebte das ganze Land. Sie backten Brote, so groß wie Küchenschränke. Sie aßen Bohnen und Erbsen mit der Heugabel und gebrauchten Eichenstämme als Wanderstäbe. Wenn sie Streit miteinander hatten, bewarfen sie sich mit schweren Felsbrocken, auch Hünensteine genannt. Man kann diese Steine heute noch im Südpark liegen sehen. Einmal wollte der Riese vom Mechtenberg dem vom Horkenstein ein Riesenei zum Frühstück hinüberwerfen. Aber dieses Riesenei fiel auf die Höhen an der Ruhr nieder, dort wo heute der Eiberger Wasserturm steht. Es zerbrach, und das Eigelb floß in breiten Bächen bei Dahlhausen in die Ruhr hinab und füllte den ganzen Fluß. Da liefen die Leute mit Töpfen und Pfannen herbei und konnten drei Tage lang Eierkuchen backen. So groß ist das Ei gewesen. Seit jener Zeit aber nannte man die Fluren dort oben einfach Eiberg.

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