Der Mönch und der Taufstein
n der alten Propsteikirche steht ein Taufstein, der wohl schon über tausend Jahre alt ist. Eine alte Sage erzählt:
Dem Teufel wollte es gar nicht gefallen, daß die Bauern in Wattenscheid und in den Bauernschaften rundherum sich taufen ließen und Christen wurden, besonders das Kloster Werden an der Ruhr ärgerte ihn. Also eschloß er, daß Kloster zu zerstören.
Er schleppte einen großen Felsrocken herbei, um ihn auf das kleine Kloster niederfallen zu lassen. Unterwegs traf er einen jungen Mönch, der von Wattenscheid nach Werden wanderte. Als er den Teufel sah, griff er nah dem Kreuz unter seinem Mönchenmantel und rief: "Im Namen Gottes, wirf den Stein fort!"
Als der Satan das Kreiuz sah, fluchte er wütend und schleuderte den Felsbrocken in die Richtung, wo das Kloster lag. ... Aber kraftlos fiel er vor der Ruhr auf einem Berghang nieder, die Platte genannt. Der junge Mönch ging seinen Weg weiter. Ludgerus, der Abt des Klosters Werden, ließ den Stein in den Klosterhaus holen, und bald machte sich einer der Mönche mit Hammer und Meißel an die Arbeit. Aus dem Teufelsfelsen wurde ein Taufstein mit vier Bildern und vier Löwenköpfen darunter.
Diesen Taufstein schenkte der Abt der Gertrudskirche zu Wattenscheid, darin steht er noch heute. Der junge Mönch aber schenkte die Hälfte seines väterlichen Hofes in Wattenscheid dem Kloster Werden zum Dank für die wunderbare Rettung des Klosters.
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