Die hölzerne Klapper
a, wo heute die Höntroper Magdalenenkirche am Hellweg steht, stand vor vielen hundert Jahren ein Haus für Leprakranke In der Nähe lag eine kleine Kapelle, die Neukirche genannt.
Die Lepra, dem Aussatz ähnlich, war eine furchtbare Krankheit. Sie war aus dem Morgenland eingeschleppt worden.
Aus christlicher Barmherzigkeit erbaute Eberhard von der Brüggeney aus Stiepel an der Ruhr ein Leprosenhaus und sorgte für Nahrung und Kleidung der Kranken. Die durften nie mit anderen Menschen in Berührung kommen. Darum trugen sie auf ihrem Gewand einen gelben Kreis aus Tuch und in der Hand eine hölzerne Klapper, damit sie jeder sofort erkennen konnte.
Eberhard von der Brüggeney schenkte dem Leprosenhaus manches Stück Acker, und von dem Gewinn der Ernten lebten nicht nur die Kranken, sondern auch der Leprosenpriester, der das Gotteshaus verwaltete.
Als die Kunst der Ärzte die schreckliche Krankheit besiegt hatte, verfielen Haus und Kapelle.
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