Der große Frankenkaiser
or mehr als 1000 Jahren lebte jenseits des Rheins der große Frankenkaiser Karl. Er herrschte über das Volk der Franken. In Aachen stand seine Kaiserburg und darin sein goldener Thron.
Aber auf dieser Seite des Rheins, an Ruhr und Emscher und Lippe, wohnte das Volk der trotzigen Sachsen. Sie hatten die ersten christlichen Kirchen niedergebrannt und die Priester und Mönche getötet. Immer noch opferten sie den alten Göttern.
Als Kaiser Karl davon hörte, zog er mit einem Heer de Hellweg hinauf bis an den Leithebach und lagerte dort. Die Boten, die er den Sachsen schickte, kamen nicht wieder zurück. Da befahl der Kaiser, in das Land der Sachsen einzudringen. Die Bauern aber in Höntrop, Westenfeld, Sevinghausen und Eppendorf verteidigten tapfer ihre Heimat. Sie wollten keinen fremden Gott und keinen fremden Kaiser. Sie bauten auf den Höhen zwischen Hönnebecke und Ah und an der Schembecke große Erdwälle und Volksburgen und kämpften gegen die bewaffneten Franken. ...
Am Ende aber verloren die den Krieg und mußten Christen werden. Doch heute noch erinnern manche Namen an diese blutige Zeit: Harenburg, Mattenurg und Horneurg.
Damals bekamen auch die alten Bauernschaften ihre Namen.
Höntrop war das hochgelegene Dorf (Hoging-torpe): Eppendorf war das Dorf des Abtes von Werden (Abbingtorpe); in Staleicken stellte man sich beim Wodansopfer unter die heilige Eiche, und Westenfeld lag in den großen Feldern westlich von Bochum. Leithe aber lag an der Grenze (litini) zwischen Franken und Sachsen, Günnigfeld hat seinen Namen von einer "Günne", einem ebenen, großen Ackerstück; Eiberg hieß früher Aaberg, d.h. Wasserberg.
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