Irrlichter am Hohenstein


uf dem Hohenstein, auch wohl Hühenstein genannt, hat vor langer Zeit ein mächtiger heidnischer Herzog eine Burg gehabt. Tabo hat er geheißen. Er haßte das Christentum und verfolgte die Mönche mit Gewalt und Schwert. Als er ohne Erben starb, betrugen seine Diener ihn unter großen Steinen in einem goldenen Sarge und gaben ihm viele kostbare Schätze mit ins Grab. Aber oft kamen Männer, welche versuchten, in dunklen Nächten das Grab zu öffnen und die Schätze zu rauben. Da ertönten aus der Tiefe des Grabes furchtbare Stimmen; die Steine begannen zu glühen, und Feuermännchen tanzten um das Grab und trugen dabei Lichter in den Händen und wimmerten: "Wehe, wehe....!" Erst als ein Priester ein Kreuz zimmerte und es auf den Hünenstein aufstellte, verschwanden die Irrlichter am Hohenstein und der Spuk um Tabos Grab. Das alte Kreuz steht noch heute am Hohenstein.

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