Die Schweden und die Immen
Im reißigjährigen Krieg zogen viele fremde Kriegsvölker über den Hellweg und vor die festen Wälle der Freiheit Wattenscheid.
Besonders die schwedischen Landsknechte trieben es schlimm, seitdem ihr Gustav Adolf gefallen war.
Doch die Bauern vor den Toren der Stadt Wattenscheid verteidigen ihre Höfe vor den Plünderern und Brandstiftern mit Fäusten und Zähnen. Die Bürger der Freiheit aber eilten auf die Wälle um zu kämpfen. Die Frauen und Kinder versammelten sich im Wehrturm der alten Gertrudiskirche, um für die Errettung ihrer besten und ihre Schutzpatronin, die Jungfrau Gertrud, anzurufen.
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Als nun eines Tages wieder die Schweden vor die Stadt rückten und sie erstürmten wollten, standen die Wattenscheider Männer auf den Wällen und schrien mit gewaltigen Stimme: "Allzeit gut Watteschede und die Jungfer Gertrud!" Das klang so gewaltig, daß die schwedischen Landsknechten Angst bekamen, und dann flogen wohl hundert Bienenkörbe über denn Wall. Eine Wolke von Bienen machte sich so über die Schweden her, daß sie flüchteten. Bis an den Immenkamp folgten ihnen die Wattenscheider. Die Wattenscheider Stadtschützen machten wohl an die fünfzig Gefangene und hielten sie als Geiseln fest, bis der mörderische Krieg beendet war. Nie wieder zogen Landsknechte vor die Stadt.
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