Die Erdmännchen von Eppendorf

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n den Hügeln bei Eppendorf, an den Quellen der Ah. der Shembecke und des Hesternsieben gab es in alten Zeiten zahlreiche Zwerge. Einmal stand solcher Zwerg vor dem Bauern Oberhagen und bat ihn um eine volle Roggenähre. Der Bauer schnitt die ihm ab, und stöhnend unter der schweren Last keuchte der Zwerg davon. Jeden Morgen kam er wieder und holte seine Ähre. Das Korn auf den Äckern und das Vieh im Stall, alles gedieh prächtig von dieser Zeit an.
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Als aber der Bauer einmal krank war, schickte er den Knecht hinaus, die Ähre zu schneiden. Wieder kam der Zwerg, nahm das Geschenk auf den Rücken und eilte stöhnend und ächzend davon. Da mußte der Knecht lauthals lachen. Vor Schreck ließ das Erdmännchen die Last fallen, floh und kam nicht wieder. Das Vieh magerte nun zusehends ab. Es wurde erst wieder anders, als der Bauer selbst wieder die Ähre schnitt.
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Beim Bauern Spelberg in Eiberg erschien einmal eines von den Erdmännchen und brachte einem Mädchen etwas Flachs:

"Gib mir jeden Abend drei gesponnene Fäden für mein Gewand, dann sollst du dein Leben genug Flachs haben. Aber spinne den Flachs nie ganz ab!"
Das Mädchen tat, wie der Zwerg gesagt hatte, und spann kostbare Leinen, und immer war genug Flachs da. Einmal aber war das Mädchen neugierig und es spann den Flachs ab bis zum letzten Faden. An diesem Abend aber hörte es ein leises Weinen, und die feine Stimme des Erdmännchens sagte: "Nun müssen meine Kinder frieren!" Von nun ab hatte das Mädchen nichts mehr zu spinnen.

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Als später überall in den Hügeln Kohlen geschürft wurden, verschwanden die Zwerge.

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