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Vor 2000 Jahren war unserer Heimat zum großen Teil mit Wäldern bedeckt. An einigen Bachläufen rodeten
Die Menschen den Wald und legten fruchtbare Äcker und grüne Weiden an. "Germanen" nannte man die Menschen, die damals lebten. Sie bauten ihre Höfe aus starkem Eichenholz und umgaben sie mit Wallhecken.
Sie jagten Bären, Wölfe und Hirsche und züchteten Rinder und Pferde.
Während die Männer die Äcker bestellten, versorgten die Frauen das Haus, und die Mädchen spannen und webten um die Wäsche und die Kleidung herzustellen.
Die Germanen verehrten ihre Götter "Wodan" und "Donar" und brachten ihnen Tieropfer dar.
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Aus dem Süden zogen einige Zeit später die Römer in das Germanenland ein und wollten es erobern.
Damit ihre Truppen besser vorwärts ziehen konnten, bauten sie eine lange Straße, die man Hellweg und
die es heute noch gibt.
Dazu fällten Sie viele Bäume und bedeckten die Stämme mit Erde und Gras.
Bis zum Teutoburger Wald zogen die römischen Soldaten am Hellweg vorwärts.
Dort fand eine blutige Schlacht statt, bei der Tausende von Römern ihr Leben verloren.
Die Germanen gewannen die Schlacht und blieben ein freies Volk.
Die Menschen, die sich hier in unserer Gegend ansiedelten, nannten sich Brukterer.
Auf einer kleinen Anhöhe nördlich des Baches "Radbekke" bauten sie ihre Höfe.
Diese Höfe lagen an der Grenze (=Scheide) zum Sumpfland (=Watten). Daher nannte man diese
Kleine Siedlung "Wattenscethe", später Wattenscheid.
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Schon im Jahre 882 tauchte der Name "Wattanscethe" in Büchern des Essener Klosters Werden auf.
In jener Zeit lebte in England ein frommer Mönch, der Swidbert hieß.
Er hörte das die Brukterer die heidnischen Götter Wodan und Donar anbeteten.
Da beschloß er den Brukterern das Evangelium zu bringen und sie zu Christen zu taufen.
Er ließ an der Stelle, wo die Brukterer ihre Götter angebetet hatten und heute die Propsteikirche steht, eine kleine, einfache Holzkirche bauen. Er stellte sie unter den Schutz der heiligen Gertrud, von der die Sage berichtet, daß sie ihm während einer Schiffsfahrt auf dem tosenden Meer das Leben gerettet habe.
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Nach vielen Jahren eroberten die Sachsen das Land. Sie waren keine Christen und glaubten immer noch an die heidnischen Götter. Sie zerstörten die Kirchen und töteten die Priester und Mönche.
Davon hörte der damalige Frankenkaiser Karl der Große. Er zog mit seinem Heer den Hellweg hinauf bis in diese Gegend und nahm den Kampf auf. Die Bauer verteidigten tapfer ihre Heimat. Sie bauten große Erdwälle und Volksburgen zum Schutz auf. Noch heute erinnern die Namen "Harenburg, Mattenburg, Horneburg" an diese Zeit. Am Ende aber verloren Sie den Krieg und mußten Christen werden.
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Wie "Wattenscetha" zu dieser Zeit ausgesehen hat weiß man nicht genau. Man kann nur Vermutungen anstellen.
Denn Pläne und Zeichungen aus dieser Zeit sind nicht mehr erhalten.
Gegen Feinde war Wattenscheid zu jener kriegerischen Zeit leicht zu verteidigen.
Im Süden floß die Radbekke in den großen Mühlenteich. Mitten in diesem Teich (heute Gertrudisplatz)
Stand die Wasserburg Lyren. Im Norden floß der Watermannsbach. Nur im Osten mußte Wattenscheid durch einen Erdwall mit Graben verteidigt werden. Während die Häuser im Ortskern auf höher gelegenem Trockengebiet standen, war das Gelände um Wattenscheid herum im Süden, Westen und Norden sehr sumpfig.
Das war ein sicherer Schutz gegen Feinde, die dieses Sumpfgebiet erst überwinden mußten.
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Vier stark befestigete Tore schützten zusätzlich die Menschen:
Im Norden das Stenstor, Im Süden die Pfarrer-Porte, im Westen die Helle-Porte und im Osten die Viehporte.
mehr infos: Heimat und Bürgerverein Wattenscheid e.V. |