Bauern und Bergleute


ott hatte die Welt geschaffen, den Himmel, das Meer, die Gräser und die Kräuter, die Blumen und die Bäume, die Fische im Wasser, die Vögel in der Luft, die Tiere auf der Erde. Nur die Menschen fehlten noch. Einmal nun schritt Gott nachdenklich über das schöne Land zwischen Ruhr und Emscher. Er freute sich über die Felder und Wälder, über die munteren Bäche und die sanften Hügel. Sein Fuß stieß wie zufällig an einen Brocken Erde. "Werde ein Mensch!" sagte der Herr und freute sich, als Klumpen sich regte. Der erste Wattenscheider stand vor ihm und drückte ihm gleich so kräftig die Hand, daß es schmerzte. "Nimm hier diesen Pflug und ziehe ihn durch die Erde. Sie wird dir reiche Ernten geben. Aber nimm auch hier diesen Spaten und diese Hacke. Denn auch dieser Erde liegt ein kostbarer Schatz. Den mußt du heben!" Also pflügten die ersten Wattenscheider die fruchtbare Erde um. Sie gab ihnen Brot und Flachs, um sich zu nähren und zu kleiden. Dann aber gruben sie sich in die Erde hinein; und eines Tages blickte und glänzte es ihnen entgegen. Kohlen, schwarze Diamanten, zogen in dicken und dünnen Flözen durch die heimatliche Erde.
Viele Bauernsöhne wurden Bergleute: und arbeiteten tief in der Erde.

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